Großes Hoffen, dass Adebar den neuen Wohnsitz annimmt

 

Nisthilfe für Störche

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OBERMEISER. Nachwuchs und Glück sollen sie bringen. Die Rede ist von den Weißstörchen, die als typische Kulturfolger angesehen werden und sich eng an den Menschen angeschlossen haben. Wichtig ist für jeden Weißstorch nicht nur das Nest, in dem er brüten kann, sondern auch die Umgebung. Nur in feuchten Wiesen und flachen Gewässern findet er Frösche, Mäuse und Würmer, sowie anderes Kleingetier, das er für seine Existenz benötigt.
Bereits im Jahre 2015 hat der Arbeitskreis Dorfgeschichte eine erste Nisthilfe für Störche in der Nähe des Sportplatzes von Obermeiser und direkt am Bachlauf der Warme errichtet. Dabei handelt es sich um einen eigens gefertigten Metallkorb, der auf einen langen hölzernen Telegrafenmast aufgesetzt ist. Wenige Jahre später folgte ein zweiter Horst, der oberhalb der Ortslage gegenüber der ehemaligen Mühle Werner einen Standplatz gefunden hat.
Leider wurden die beiden Nester bislang noch nicht als dauerhafte Wohnstätte und Brutplatz von einem Storchenpaar angenommen. Es hatten sich zwar mehrfach Störche auf den beiden Horsten aufgehalten, diese waren aber meist noch kurzer Zeit weitergezogen.
Die Gründe dafür, warum die Störche sich nicht angesiedelt haben, sind nicht bekannt. Beobachtet wurde, dass eines der Tiere den Unterbau des Nestes unwillig mit seinem Schnabel bearbeitet hat.
Daher hat sich der Arbeitskreis Dorfgeschichte nach Rücksprache mit Storchenexperten dazu entschlossen, die Nisthilfen zu “optimieren" und so für die Tier ansprechender zu gestalten.
Aus einer Pflegemaßnahme der Straßenbauverwaltung konnten ohne weitere Beeinträchtigung der Natur zahlreiche junge Haselnussruten gewonnen werden. Diese wurden um Schilfhalme ergänzt und von den beiden Mitgliedern des Arbeitskreises Wolfgang Friedrich und Helmuth Schopf in das vorhandene Nest eingeflochten. Die Niststelle wurde anschließend mit weißer Kalkfarbe beträufelt. Das soll den Störchen suggerieren, dass dieses Nest schon einen Nutzer hatte und damit für gut befunden wird.
Möglicherweise stimmt der neue Belag etwaige wohnungssuchende Störche milder und bringt sie dazu, das Warmetal bei Obermeiser als ihren künftigen Lebensraum in Erwägung zu ziehen.
Hervorzuheben sei noch der Einsatz von Henning Voepel und Luca Jordan, die mit Hilfe eines Teleskopladers die Mitglieder des Arbeitskreises überhaupt erst in die Lage versetzten, in luftiger Höhe am Storchennest tätig zu werden.
Nun hoffen die Arbeitskreismitglieder und die Einwohner Obermeisers, dass die Nisthilfe im Frühjahr 2021 von einem Storchenpaar bezogen wird und in der Folge neue Mitbewohner im Ort begrüßt werden können. Ab Mitte März wird mit der Ankunft der ersten Weißstörche aus ihren Überwinterungsgebieten gerechnet.

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